FRAGEN UND ANTWORTEN
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Kinder können im Alter von etwa 3 bis 6 Jahren mit dem Unterricht beginnen. Der genaue Beginn wird individuell besprochen und richtet sich nach der Bereitschaft des Kindes. Auch Schulkinder profitieren vom Suzuki-Unterricht. In diesem Alter ähneln die Lernprozesse in Bezug auf kognitive Fähigkeiten jedoch zunehmend denen des traditionellen Instrumentalunterrichts.
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Nein, es gibt keinerlei Voraussetzungen. Absolut jedes Kind kann Klavierspielen lernen! Es spielt keine Rolle, ob man denkt, das Kind sei “musikalisch”, “begabt”, oder auch nicht. Musik ist eine Sprache des Herzens, die jeder Mensch in sich hat und zum Ausdruck gebracht werden darf, auf welche Art auch immer.
Auch für Eltern ist keinerlei musikalische Vorbildung erforderlich. Es braucht lediglich Offenheit, sich auf das Projekt einzulassen und die Bereitschaft, das Kind zu unterstützen und eine positive musikalische Umgebung zum Lernen zu schaffen.
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Ja, unbedingt. Für den Suzuki-Unterricht wird ein Instrument zu Hause benötigt. Ohne die regelmäßige Beschäftigung mit dem Klavier zwischen den Unterrichtsstunden kann der Lernprozess nicht gelingen.
Für die Entwicklung eines schönen Klangs, differenziertes Hören und einer guten Anschlagstechnik empfehle ich ein akustisches Klavier. Ein E-Piano kann diese Erfahrungen nur eingeschränkt vermitteln.
Falls noch kein Instrument vorhanden ist, kann ein Mietkauf eine gute Lösung sein. Diese Möglichkeit wird von vielen Klavierhäusern angeboten und erlaubt einen unkomplizierten Einstieg.
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Nach der ersten Kontaktaufnahme vereinbaren wir einen Termin zum persönlichen Kennenlernen. Dabei geht es nicht darum, das Klavier auszuprobieren, sondern darum, miteinander ins Gespräch zu kommen, Fragen zu klären und gemeinsam zu überlegen, wie der Start in den Unterricht individuell am besten gelingen kann.
Außerdem erläutere ich die benötigten Unterrichtsmaterialien sowie die organisatorischen Rahmenbedingungen.
Vor dem eigentlichen Unterrichtsstart findet eine mehrwöchige Hörphase statt. Entsprechend dem Prinzip der „Muttersprachen-Methode“ hört das Kind zunächst die Musik der Suzuki-Literatur, bevor es selbst am Instrument spielt.
So wie Kinder ihre Muttersprache zunächst über viele Monate hören, bevor sie selbst sprechen, lernen sie auch die Musik zunächst durch regelmäßiges Hören kennen. Erst danach beginnt Schritt für Schritt das eigene Spiel am Klavier.
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Die Rolle der Eltern ist ein wesentlicher Bestandteil des Suzuki-Unterrichts. Lehrkraft, Kind und Elternteil bilden gewissermaßen ein Dreieck, in dem alle Beteiligten zusammenwirken. Anders als im traditionellen Instrumentalunterricht benötigen Kinder im Vorschulalter beim Lernen noch viel Begleitung und Unterstützung.
Zu Beginn wird gemeinsam entschieden, welches Elternteil das Kind regelmäßig zum Unterricht begleitet und das Üben zu Hause unterstützt. Das Elternteil verfolgt die Unterrichtsstunde aktiv und probiert besonders in der Anfangszeit viele Inhalte auch selbst am Klavier aus.
Das gemeinsame Üben zu Hause verläuft, wie jeder Lernprozess, in unterschiedlichen Phasen. Dabei unterstütze ich Eltern und Kind regelmäßig durch Austausch und praktische Hinweise für den Alltag.
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Ja. Im Idealfall wird das Üben nicht als Last oder Druck empfunden, sondern fügt sich ganz selbstverständlich in den Alltag ein. So wie das Kind jeden Tag spielt, isst oder sich die Zähne putzt, kann auch das Klavierüben einen festen Platz im Tagesablauf haben.
Wichtig ist, gemeinsam herauszufinden, zu welcher Tageszeit das Üben am besten gelingt. Müde oder hungrig zu üben ist meist wenig hilfreich.
Gerade am Anfang reichen 5 bis 10 Minuten täglich völlig aus. Entscheidend ist nicht die Dauer, sondern die Regelmäßigkeit. Zu jeder Unterrichtsstunde gibt es kleine Aufgaben zur Wiederholung, die leicht umzusetzen sind.
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Der Suzuki-Unterricht bietet Kindern die Möglichkeit, schon früh eine enge Beziehung zur Musik und zum Instrument aufzubauen. Die Methode ist ein in sich stimmiges Konzept, das seit vielen Jahrzehnten weltweit erfolgreich angewendet wird.
Der Schlüssel zum individuellen Erfolg liegt darin, die Begeisterung des Kindes für die Musik zu wecken und zu erhalten.
Regelmäßiges Üben führt zu sichtbaren Fortschritten und stärkt die Motivation. Bei längeren Unterbrechungen geht bereits Erarbeitetes verloren - und oft auch die Freude am Weiterlernen.
Deshalb ist es sinnvoll, bereits vor Beginn des Unterrichts zu überlegen, ob im Familienalltag genügend Zeit und Kapazität für das tägliche Üben vorhanden sind. Anders als viele andere Freizeitaktivitäten besteht Klavierunterricht nicht nur aus einer Unterrichtsstunde pro Woche, sondern erfordert die tägliche Beschäftigung mit dem Instrument.
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Die Unterrichtszeit ist exklusiv für Ihr Kind reserviert. Es werden jeweils 11 Unterrichtsstunden im Voraus vereinbart, die damit verbindlich feststehen.
Auch wenn der Unterricht in einem persönlichen privaten Rahmen stattfindet, bitte ich, ihn mit der gleichen Verbindlichkeit zu behandeln wie andere Aktivitäten. Anders als bei vielen Sport- oder Freizeitangeboten gibt es im Einzelunterricht keine Ausweichgruppe. Deshalb können abgesagte oder versäumte Stunden grundsätzlich nicht nachgeholt werden.
Ich empfehle, dies bereits bei der Entscheidung für den Unterricht zu berücksichtigen und den wöchentlichen Termin entsprechend einzuplanen.
Bei Krankheit ist nach Absprache eine Teilnahme per Zoom möglich.